Monday, November 26, 2018

Nils erkl├Ąrt: ├ťber Schwalben gibt’s Geschichten 

Kennt ihr das Sprichwort „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“? Es geht auf eine Fabel des antiken griechischen Dichters ├äsop zur├╝ck und handelt von einem Mann, der eine aus Afrika zur├╝ckgekehrte Schwalbe erblickt. Diese Zugv├Âgel kommen zum Br├╝ten zu uns, wenn der Sommer naht. Der Mann aus ├äsops Fabel sieht die Schwalbe und verkauft seinen Mantel. Denn er glaubt, dass es nun warm wird. Doch Vogel und Mann haben sich geirrt: Es bleibt kalt. Die zu fr├╝h heimgekehrte Schwalbe erfriert, und der Mann hat keinen w├Ąrmenden Mantel mehr. Was uns das Sprichwort sagen will: Ein einzelnes Anzeichen muss noch lange nicht bedeuten, dass sich etwas wirklich ├Ąndert. Eine andere alte Geschichte begr├╝ndet auf recht m├Ąrchenhafte Weise, weshalb die Schwalbe auf Nahrungssuche manchmal dicht ├╝ber dem Wasser fliegt. Die Geschichte erz├Ąhlt von einem habgierigen Mann, dessen Sch├Ątze mit einem Schiff untergegangen waren. Das konnte der Geizhals nicht ertragen. Er verwandelte sich in eine Schwalbe und flatterte fortan ├╝ber dem Wasser, um seine Sch├Ątze wiederzufinden. In Wirklichkeit fliegen Schwalben tief, wenn das Wetter schlecht wird. Denn dann fliegt auch ihre Nahrung – die Insekten – niedrig. Umgekehrt steigt bei sonnigen Hochdruckwetterlagen mehr warme Luft auf. Und die Insekten werden mit ihr in gr├Â├čere H├Âhen getragen, wo sie den Schwalben direkt in die Schn├Ąbel fliegen. |ous

Kriselnder BVB schreibt Geschichte: Weltpokal-Triumph von Borussia Dortmund im Jahr 1997 

Am 2. Dezember 1997 schrieb Borussia Dortmund Geschichte: Erstmals in seiner Vereinshistorie gewann der BVB den Weltpokal. Gegner im Finale von Tokio war der brasilianische Verein Cruzeiro Belo Horizonte. Das Spiel kam f├╝r die Schwarz-Gelben zur Unzeit. Nach zwei Meisterschaften in Folge und dem Champions-League-Coup gegen Juventus Turin waren die Dortmunder eigentlich erfolgsverw├Âhnt. Doch die Saison 19971998 stand unter keinem guten Stern. Der Italiener Nevio Scala als Trainer funktionierte beim Revierklub nicht. Mit seinem Vorg├Ąnger Ottmar Hitzfeld, anschlie├čend Sportdirektor der Borussia, gab es immer wieder Reibereien. Auch die Mannschaft zerfiel mehr und mehr in einzelne Gr├╝ppchen und untergrub die Autorit├Ąt Scalas. Diese Unruheherde schlugen sich auf die Ergebnisse nieder: Zum Weltpokal-Finale reiste der BVB als Tabellenelfter der Bundesliga. Weltpokal nicht lukrativ f├╝r den BVB Und damit nicht genug: Cruzeiro war f├╝r seine raue Gangart bekannt. Auf den Champions-League-Sieger von 1997 wartete in Japan also ein harter Kampf. Zudem war der Weltpokal finanziell keine Offenbarung. "Es kann doch nicht sein, dass wir f├╝r so eine Begegnung lediglich 500.000 DM erhalten", beschwerte sich BVB-Manager Michael Meier. Auch die TV-├ťbertragung sp├╝lte nicht gerade Unsummen in die Kassen der Borussia. Das Spiel fand an einem Dienstagmittag deutscher Zeit statt. Die meisten potenziellen Zuschauer waren auf der Arbeit statt vor dem Fernseher. Auch die BVB-Profis mussten vom Sinn der weiten und ├Ąu├čerst komplizierten Anreise erst ├╝berzeugt werden. "Vorher fand ich dieses Spiel eher l├Ąstig, doch nachdem der Pr├Ąsident uns erl├Ąutert hat, wir k├Ânnen quasi Weltmeister der Vereinsmannschaften werden, sehe ich die Angelegenheit etwas anders", erkl├Ąrte St├╝rmer Heiko Herrlich. BVB zur richtigen Zeit in Form Cruzeiro fuhr dagegen mit voller Begeisterung nach Tokio. Die Brasilianer hatten extra f├╝r das Finale drei Neuzug├Ąnge verpflichtet. Einer von ihnen war Bebeto, seines Zeichens Weltmeister von 1994. Bei eisigen Temperaturen im japanischen Winter pr├╝ften der technisch starke Mittelst├╝rmer und seine Mitspieler Stefan Klos im Tor der Borussen gleich zu Spielbeginn mehrfach. Doch der Keeper behielt in allen Duellen die Oberhand. Auch die Dortmunder fanden gut in die Partie und gingen durch einen Abstauber von Michael Zorc in F├╝hrung. Wenige Minuten vor Schluss setzte Herrlich nach einer sch├Ânen Flanke von Paulo Sousa den Deckel drauf. Nevio Scala "stolz" auf das BVB-Team Nach dem Sieg war die Freude bei den Dortmundern riesig. "Mein Team hat mit Begeisterung, Herz und Seele gespielt. Ich bin stolz auf meine Spieler", freute sich Scala. In der Euphorie ging der italienische Coach sogar noch weiter: "Wir sind die beste Mannschaft der Welt!" Dass das nicht ganz stimmte, zeigte der n├Ąchste Bundesliga-Spieltag. Bei der 2:4-Pleite beim Tabellenletzten aus K├Âln landete der BVB sehr unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Nach einer entt├Ąuschenden Saison, in der die Borussen die internationalen Pl├Ątze verpassten, musste Scala trotz des historischen Triumphs von Tokio schlie├člich die Koffer packen. Tom K├╝hner

Das Busserl und viele andere Geschichten 

; Cham.Ja, da sitzt sie – und ist stolz wie Oskar. In ihrer kleinen Wohnung bei Altenstadt hat sie von ihrem Balkon aus einen herrlichen Blick auf die Stra├če, auf der sie t├Ąglich die Menschen beobachtet. Beobachten – das hat sie schon ihr Leben lang gemacht. Und seit geraumer Zeit bringt sie ihre Beobachtungen und Erinnerungen f├╝r das Bayerwald-Echo zu Papier. Jetzt hat Biruta Sch├Ânberger ihr erstes, gebundenes Buch herausgebracht. Unsere Leser kennen sie als launige Kolumnistin: In ihrer Reihe „Chamer Geschichten“ nimmt Sch├Ânberger das Geschehen in ihrer Heimatstadt aufs Korn, blickt aber auch immer wieder unterhaltsam und humorvoll auf vergangene Ereignisse zur├╝ck. Das Ganze garniert sie mit selbstgemalten Bildern. Biergarten und Biertor Die Frau ist gerade 85 Jahre geworden, modern und jung in ihrer Denke und hat sich auch von einem Oberschenkelbruch vor wenigen Wochen nicht unterkriegen lassen. An die 150 Kolumnen hat sie in den vergangenen Jahren f├╝r das Bayerwald-Echo geschrieben. Jetzt erschienen sie als Buch. In einer Auflage von 100 St├╝ck zeigt die Titelseite des Buches einen Chamer Biergarten und auf der letzten Seite das Chamer Biertor.  Zu den Geschichten hat Sch├Ânberger lustige, aber auch mal ernste Illustrationen gezeichnet. Die Seniorin erz├Ąhlt, dass sie immer wieder auf der Stra├če angesprochen wurde, ob es denn kein Buch gebe, in dem all ihre Kolumnen zu finden seien. So beschloss Sch├Ânberger irgendwann, genau dieses Buch mit ihren Geschichten erscheinen zu lassen. Ein Cousin war ihr dabei eine sehr gro├če Hilfe. „Auf das Busserl, nein, da war ich wahrlich nicht scharf darauf.“ Biruta Sch├Ânberger Seit 1946 schreibt die 85-J├Ąhrige immer wieder Geschichten zusammen, die sie erlebt hat. Und da beginnt sie auch gleich zu erz├Ąhlen. Eine ihrer Lieblingsgeschichten ist die, als sie die Veteranen fragten, ob sie zu ihrem Fest die Fahnenmutter machen k├Ânnte. „Da kamen die alten M├Ąnner an die Haust├╝r und s├Ąuselten mir so daher. Der eine meinte dann, dass ich von ihm auch ein Busserl kriegen w├╝rde, wenn ich das Ehrenamt annehme“, erz├Ąhlt sie und muss herzlich lachen. „Des is’ koane“ „Auf das Busserl, nein, da war ich wahrlich nicht scharf darauf“, erg├Ąnzt sie. Als die Bittsteller das Haus verlie├čen, h├Ârte Sch├Ânberger noch, wie sie sagten „Des is’ koane und des wird a koane“. Diese und viele viele andere Geschichten zum Schmunzeln, Nachdenken, aber auch zum Lachen findet der Leser in dem gebundenen Buch. Da Biruta Sch├Ânberger ihre R├Ąume des Sch├Ątzchenmarktes in der Johann-Brunner-Stra├če 2 demn├Ąchst aufl├Âsen wird, kann das Buch ├╝ber den Internetshop .schaetzchenmarktm bezogen werden – zu einem Preis von 22 Euro. Wer jedoch das Pers├Ânliche liebt, darf auch gerne bei Biruta Sch├Ânberger unter der Nummer 0 99 71 2 03 42, anrufen. Die freundliche Dame wird es gerne per Post versenden oder einen Termin zur Abholung vereinbaren. Weitere Themen aus Cham lesen Sie hier 

Das letzte Kapitel der Geschichte von Basels gr├Âsster Buchhandlung ist zu Ende 

F├╝r die einen heisst er immer noch J├Ąggi. F├╝r die anderen Thalia und f├╝r die, die mit der Zeit gingen, zumindest f├╝r kurze Zeit Orell F├╝ssli: Der ehemals gr├Âsste Buchladen von Basel mit zwei Eing├Ąngen an der Falknerstrasse, einem an der Freien Strasse und einen am Pflugg├Ąsslein. Seit dem Umzug von Orell F├╝ssli in den ehemaligen Schuhladen von Voegele in der Freien ist die aus urspr├╝nglich drei Geb├Ąuden zusammengesetzte, riesige Ladenfl├Ąche leer – und dieser Tage endg├╝ltig Geschichte. Denn der gesamte Laden wird derzeit komplett zur├╝ckgebaut, zur├╝ck in drei einzelne H├Ąuser. Somit gibt es neu zwei L├Ąden an der Falknerstrasse und einen an der Freien Strasse. Auch der Durchbruch zwischen den Geb├Ąuden existiert nicht mehr. Mega-L├Ąden sind nicht mehr gefragt Damit sind die Eigent├╝mer der H├Ąuser, zwei ausw├Ąrtige Immobilienfirmen und eine aus Birsfelden, den Zeichen der Zeit gefolgt: Mega-L├Ąden sind nicht mehr gefragt, je kleiner die Ladenfl├Ąche, desto einfacher sind sie zu vermieten. Damit vermehrt sich auch gleich die Anzahl L├Ąden in der Innenstadt: Aus einem grossen k├Ânnen drei kleinere Gesch├Ąfte werden. An der Falknerstrasse, wo einst der Eingang zur Papeterie-Abteilung war, ist bereits die Skater- und Boarder-Ladenkette «Blue Tomato» eingezogen. An der Freien Strasse wird derzeit noch gebaut. Und die gr├Âsste verbliebene Ladenfl├Ąche, im Haus mit der ausladenden Glasfassade an der Falknerstrasse, ist bereits zur Vermietung ausgeschrieben. Vermittelt werden die Fl├Ąchen nicht von lokalen Firmen, sondern von grossen Z├╝rcher Liegenschaftsspezialisten im Retail-Bereich. F├╝r die Freie Strasse ist die H&B Real Estate zust├Ąndig, f├╝r die verbliebene Liegenschaft an der Falknerstrasse die Firma CBRE, ein Platzhirsch der Szene. Patrica Kunz, die dort f├╝r die Vermittlung der Ladenfl├Ąche an der Falknerstrasse 11 zust├Ąndig ist, best├Ątigt gegen├╝ber der bz, dass die Suche nach einem Mieter nach wie vor l├Ąuft. M├Âglichst ebenerdig und eingeschossig Obwohl die Fl├Ąche mit 1250 Quadratmetern immer noch verh├Ąltnism├Ąssig gross ist, mangle es nicht an Interessenten. Einige Bewerber h├Ątten aber immer noch den alten Buchladen-Grundriss vor Augen, sagt sie. Doch die musste sie entt├Ąuschen: «Der interne Durchgang zum Geb├Ąude an der Freie Strasse 32 wurde geschlossen.» Einen direkten Zugang zur Freien Strasse hat die Verkaufsfl├Ąche im Erdgeschoss aber weiterhin: Durch die Passage, die zum Geb├Ąude geh├Ârt. Wer die Nachfolge im prominentesten Teil des ehemaligen Buchladens antritt, k├Ânne sie noch nicht sagen. Das Verfahren l├Ąuft noch. Auch Kunz beobachtet den Trend hin zu kleiner werdenden Innenstadt-Gesch├Ąftsfl├Ąchen: «Viele Kunden suchen derzeit nach m├Âglichst ebenerdigen, eingeschossigen Fl├Ąchen», sagt sie. In Basel wurde das bereits sp├╝rbar, nachdem Coop angek├╝ndigt hatte, die XXL-Interdiscount-Filiale am Marktplatz zu schliessen. Interdiscount wird eine kleinere Ladenfl├Ąche beziehen. Die Kunden definieren das Angebot Die Gr├╝nde sind vor allem auf ein neues Einkaufsverhalten der Kunden zur├╝ckzuf├╝hren: Viele Betriebe unterhalten mittlerweile auch Online-Shops, bestellt wird zunehmend g├╝nstig im Internet, der Laden dient f├╝r viele Bereiche des Detailhandels noch als Ausstellungsraum. Kunz, die auch an der j├Ąhrlichen Studie «Retail Switzerland 1819» von CBRE beteiligt ist, best├Ątigt damit, was der Basler Verein Pro Innerstadt ebenfalls als Trend feststellt.Dennoch bleibe der Mix in einer Einkaufszone wie der Innenstadt entscheidend. Damit relativiert Kunz auch den Begriff des «L├Ądelisterbens»: Die Anzahl an L├Ąden m├╝sse insgesamt nicht unbedingt weniger werden, wenn sich allein das Angebot ├Ąndere. Daf├╝r ist der ehemalige Buchladen bereits heute schon exemplarisch, wie der fertig umgebaute Teil zeigt: Klamotten statt bedrucktes Papier. Gelesen wird deshalb nicht weniger, nur gekauft wird anderswo. Oder wie es Kunz formuliert: «Wir alle sind Kunden und definieren damit Angebot und Nachfrage.» So direkt, dass vom einst ber├╝hmtesten Buchladen Basels nur noch Erinnerungen bleiben – und zumindest vorerst noch eine Glasfassade, hinter der bald anderes angepriesen wird.

Lehrpfade durch die Geschichte 

Fachleute f├╝hren zu 50 Erlebnisorten der Arch├Ąologie in Baden – von der Steinzeit bis zum Barock. Arch├Ąologie ist nichts f├╝r Stubenhocker, sondern f├╝r Menschen, die gern ins Freie gehen: Dies beweist das reich bebilderte Buch, das sich der F├Ârderkreis Arch├Ąologie in Baden selbst zu seinem 50-j├Ąhrigen Bestehen zum Geschenk gemacht hat. Denn die 50 "Erlebnisorte", die die Herausgeberin, die Freiburger Arch├Ąologin Gabriele Seitz, ausgew├Ąhlt hat und die 40 Fachleute hier beschreiben, fordern auf, sich die Pl├Ątze der Ausgrabungen auch drau├čen in der Landschaft anzuschauen.Selbst wenn man mitunter ├╝berirdisch wenig von ihnen sieht, so gibt es doch in der Regel an Ort und Stelle Erl├Ąuterungstafeln oder gar regelrechte Lehrpfade, die durch die Geologie ebenso f├╝hren wie durch die Geschichte – das beste Beispiel daf├╝r ist der Limberg bei Sasbach am Rhein, der als ehemaliger Vulkan nicht nur f├╝r Gesteinsliebhaber interessant ist, sondern auf seinem R├╝cken Spuren einer bis in die Jungsteinzeit zur├╝ckreichenden Besiedlung tr├Ągt. Die hier gefundenen ├Ąltesten Relikte stammen aus der Michelsberger Kultur, die ihren Namen von einem anderen badischen Fundort erhalten hat, dem Michaelsberg bei Bruchsal, der selbstverst├Ąndlich ebenfalls in diesem Buch ber├╝cksichtigt und beschrieben ist: eine Kultur, deren Wallbauten immer noch R├Ątsel aufwerfen. So kann man, den Arch├Ąologen folgend, kreuz und quer durch Baden reisen – und zugleich durch die Geschichte. Also vom Main bis zum Hochrhein, vom Rhein bis auf die Baar, aber auch vom Homo Heidelbergensis, einem Ur-Vorfahren des Homo Sapiens, bis zu den vom Odenwald bis zu den im Stadtbild heute noch ablesbaren Eingriffen der barocken Befestigung Vaubans in Freiburg. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf dem S├╝dlichen Oberrhein, aber zeitlich auch auf der r├Âmischen Herrschaft, sei es nun in den Bauten des Limes, der B├Ąder oder Gutsh├Âfe, deren Grundmauern ├╝berall im Land freigelegt worden sind. Die Beitr├Ąge berichten aber auch ├╝ber mittelalterliche Burgen, etwa die Z├Ąhringer Burg n├Ârdlich von Freiburg oder die Birchiburg bei St. Ulrich im Schwarzwald, die inmitten eines Bergbaureviers stand. Gelegentlich m├╝ssen die Menschen, die sich die Fundst├Ątten erwandern wollen, auch einige Vorstellungskraft mitbringen – etwa wenn es um hallstattzeitliche Gr├Ąber geht Magdalenenberg bei Villingen-Schwenningen oder um die Landschaftsspuren von Tarodunum, der keltischen Stadt bei Kirchzarten. Die Beitr├Ąge zu diesen Fundorten sind unterschiedlich detailliert – beim Petersfels nahe Engen, wo altsteinzeitliche Artefakte gefunden worden sind, vermisst man etwa den Hinweis, dass einiges davon im Arch├Ąologischen Museum im Freiburger Colombi-Schl├Âssle zu sehen ist. Sonst aber bietet der Anhang sehr genaue Informationen zur Literatur und den ├ľffnungszeiten bis hin zu den Geodaten der Fundpl├Ątze, so dass auch im Wald versteckte fr├╝hgeschichtliche W├Ąlle und Gr├Ąben nicht zu verfehlen sein d├╝rften. Und in der Regel nennen die Autorinnen und Autoren auch, wo man anschauen kann, was die Arch├Ąologen jeweils im Boden entdeckt haben – gleich an Ort und Stelle oder in einem der gr├Â├čeren Museen. Gabriele Seitz Hg.: Arch├Ąologische Erlebnisorte zwischen Odenwald und Bodensee. F├Ârderkreis Arch├Ąologie in Baden. Eigenverlag. 238 Seiten, 26,90 Euro ISBN 978-3-00-059218-8.

Ein Italiener stellt auf Mallorca Keramik mit Geschichte her 

Roberto Paparkone 46 verkauft Geschichten. Nicht als Journalist oder Buchautor, sondern als Designer und T├Âpfer in seiner Galerie im Hinterhof der Carrer de Sant Feliu, die er vor vier Monaten er├Âffnet hat. Wer zu Besuch kommt, kann Teller, Vasen und Kr├╝ge in die Hand nehmen und erf├Ąhrt etwas ├╝ber ihre Entstehung. „Wenn du eine stumme Sch├╝ssel kaufen willst, gehst du zu Ikea", sagt Paparkone, „m├Âchtest du Objekte mit Seele, holst du dir handgemachte Dinge in dein Heim." Etwa das mehrteilige Sch├Ąlchen-Set in Cremewei├č f├╝r Oliven, Salz, So├čen, N├╝sse. Die unterschiedlichen Gr├Â├čen und Formen ergeben sich durch Steine, die Roberto in Port ­Andratx gefunden hat. Er legt den Ton um den Stein herum, formt den Rand und brennt die Sch├╝sseln anschlie├čend im Ofen. Oder die zweiteiligen Vasen in geometrischen Formen, und behandelt sie mit einem doppelten Farbbad ab 70 Euro. Die Basisfarbe ist dabei eine Kombination aus Eierschale und rohem Ton, innen schimmert ein Kobaltblau. Dreht man den oberen Teil der Vase um, wird aus der gro├čen eine kleinere Form, passend, um ein einzelnes Blatt zu dekorieren. F├╝r die Geschirr-­serie Babette Teller-Paar 45 Euro lie├č sich Paparkone von dem d├Ąnischen Film „Babettes Fest" inspirieren, wo es um Tischkunst geht und um den Genuss einer guten Mahlzeit in Gesellschaft. Auch Robertos eigene Geschichte klingt interessant. Geboren im s├╝ditalienischen Neapel, studierte er Architektur in Neapel, Delft und Bilbao. Als sein erster Auftrag als Architekt in Neapel nicht bezahlt wurde, ├╝berlegte er nicht lange und verlie├č die Heimatstadt. Er ging nach Mailand „super Stadt, aber man sieht das Meer nicht" und lebte anschlie├čend 18 Jahre in Barcelona „Ende der 90er-Jahre die wichtigste Stadt in Europa f├╝r moderne Architektur und Design", wo er als Architekt und Innendesigner arbeitete. Da sich Barcelona im Laufe der Jahre immer st├Ąrker auf den Massentourismus konzentrierte, suchte er eine Alternative und fand sie auf Mallorca. Hier kann der Designer wie fr├╝her in Barcelona seine eigene Welt kreieren, das Meer liegt direkt vor der Haust├╝r und die Fluganbindung ist ebenfalls top. Aktuell entwirft er f├╝r das neue Riu Hotel in Madrid die Innenausstattung, auf Mallorca arbeitet er mit dem Design-B├╝ro ADG zusammen, f├╝r das Restaurant Ca na Toneta in Caimari entwarf er Tischvasen und einen Brotteller und mit einem neuen Hotel in der Nachbarschaft von Sant Feliu arbeitet er derzeit an ein neues Outfit f├╝r die Bad-Kosmetik-Linie. Daf├╝r kommt seine T├Âpferarbeit wieder ins Spiel, sie nimmt inzwischen f├╝nfzig Prozent seiner Zeit und Gedanken ein. Um seinen ­verschiedenen Ideen Ausdruck in der Keramik zu geben, sucht er sich immer wieder neue Lehrmeister. Seine erste Lehrerin in Barcelona war eine japanische T├Âpferin. In ihren Workshops lernte er beispielsweise eine aufgebrochene Oberfl├Ąche herzustellen, die an por├Âses Mondgestein erinnert. Auch seine Becherserie St├╝ck ab 14 Euro mit einer einzigen geraden Linie als Dekoration ist asiatisch inspiriert. „Die Idee begann mit dieser blauen von Hand gezeichneten Linie", erz├Ąhlt Roberto Paparkone. Die Tassen sollten verschiedene Gr├Â├čen haben f├╝r Tee, Espresso und Cappuccino, ineinander stapelbar sein und dabei immer noch h├╝bsch aussehen. Auf Mallorca besuchte er einige Kurse bei Joan Pere Catal├á Roig, einem bekannten Keramiker aus Port├▓l, der aus einer alten T├Âpferfamilie stammt und einen japanischen Brennofen besitzt. Aktuell experimentiert Paparkone mit farbigem Ton, einem roten aus Valencia und einem schwarzen aus Lanzarote, der den Effekt von ger├Âstetem ­Kaffee oder Schokolade hat. Sp├Ąter m├Âchte ­er in seiner Werkstatt in Alar├│ auch eigene Erdfarben mischen. Damit der rohe gebrannte Ton wirken kann, l├Ąsst der Designer eine ­H├Ąlfte der Vasen, Kr├╝ge und Teller unlackiert, die andere H├Ąlfte erh├Ąlt eine unauff├Ąllige ­Lasur in ├Ąhnlicher Farbe. Die Keramik sollte raus aus der Hobby-Ecke und wieder zu einem Gesch├Ąft werden, das ist Roberto Paparkone ein gro├čes Anliegen. So selbstverst├Ąndlich wie man zum Friseur geht, um sich die Haare schneiden zu lassen, geht man zum T├Âpfer und kauft dort seine Teller. „Auf diese Weise unterst├╝tzt man den lokalen Markt und erwirbt tats├Ąchlich etwas Lokales", sagt der Designer, „statt einen Teller zu kaufen, der zwar mit mallorquinischem Zungenmuster bedruckt ist, aber in China hergestellt wird." Sein Wunsch ist ein Zentrum f├╝r Keramik in Palma zu er├Âffnen, eine Ideenfabrik, wo Kurse stattfinden und sich T├Âpfer treffen und austauschen. Seine Devise: Wenn du etwas vor Ort nicht findest, musst du es selbst veranstalten. Klar, dass er die ­passende Geschichte f├╝r das Zentrum bereits im Kopf hat. Jetzt muss sie nur noch an den richtigen Stellen erz├Ąhlt werden. ";document.getElementByIde.innerHTML=d} }

Geschichte: Nazij├Ąger-Stelle in Ludwigsburg feiert 60-j├Ąhriges Bestehen 

Inhalt bereitgestellt von Geschichte: Nazij├Ąger-Stelle in Ludwigsburg feiert 60-j├Ąhriges Bestehen Montag, 03.12.2018, 01:59 Vor 60 Jahren nahmen die Nazij├Ąger der Zentralstelle von Ludwigsburg ihre Arbeit auf - heute soll das mit einem Festakt im Ludwigsburger Schloss gefeiert werden. Justizminister Guido Wolf CDU und Gerald Maier, Pr├Ąsident des Landesarchivs Baden-W├╝rttemberg, wollen zu dem Anlass Reden halten. Am 1. Dezember 1958 nahm die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufkl├Ąrung nationalsozialistischer Verbrechen ihre Arbeit auf. Auch mehr als 70 Jahre nach Kriegsende sammelt sie weltweit Beweismaterial zu NS-Morden, um Strafverfahren gegen die Beteiligten vorzubereiten. Nach wie vor gibt sie rund 30 Verfahren an die zust├Ąndigen Staatsanwaltschaften etwa am Wohnort des Verd├Ąchtigen ab, wie Beh├Ârdenchef Jens Rommel der Deutschen Presse-Agentur sagte. 
Geschichte des Landhauses von Carl Huffmann in Cottbus 

Cottbus. Stadthistorikerin Dora Liersch erz├Ąhlt die Geschichte des Landhauses von Carl Huffmann anhand eines Fotos von Hans Krause. Von Dora Liersch Im Sommer, wenn die inzwischen zum Teil 100-j├Ąhrigen B├Ąume mit ihrem Laub die Diesterwegstra├če zu einem angenehmen k├╝hlen und schattigen Weg werden lassen, ist von der interessanten Bebauung nur wenig zu sehen. Als der Fotograf f├╝r die alte Ansichtskarte das Foto machte, hatte er damals mit den neu gepflanzten B├Ąumen noch keine Sichtprobleme. Dennoch d├╝rften viele Cottbuser sogar dieses besondere Haus schon einmal von innen gesehen haben. Ich erinnere an den Tag des offenen Denkmals vor 15 Jahren, im September 2003. Dieser bundesweite Denkmaltag stand unter dem Motto „Geschichte hautnah: Wohnen im Baudenkmal.“ Etwa 400 Interessierte waren gekommen, um an der ersten F├╝hrung durch das Haus teilzunehmen. Rund 1000 Cottbuser sollen an diesem Tag auf Baudenkmalspuren, es gab ja noch weitere Objekte, unterwegs gewesen sein. L├Ąngst sind wieder Ruhe und der Alltag in das Haus Diesterwegstra├če 2 eingekehrt, in dem das Paul-Gerhardt-Werk schon 1992 ein Kinderheim einrichtete und heute noch betreibt. Interessant ist das Haus schon deshalb, weil dieser gro├če villenartige Bau mit seiner Vielseitigkeit keinem der bisherigen Baustile, weder dem Historismus, noch dem Jugendstil zuzuordnen ist. Der Bauantrag war im August 1910 gestellt worden, mit der geplanten Fertigstellung im Jahre 1911. Der Architekt f├╝r dieses Haus war Hermann Muthesius 1861-1927. Er war der Sohn eines Maurermeisters und Bauunternehmers. Nach einer umfangreichen Ausbildung, er erlernte den Beruf als Maurer, besuchte die h├Âhere Schule, studierte zun├Ąchst Kunstgeschichte und Philosophie und sp├Ąter Architektur, arbeitete er in namenhaften Architekturb├╝ros, war drei Jahre in Tokio und legte 1891 die zweite Hauptpr├╝fung f├╝r den Staatsdienst im Fach Hochbau ab. Damit wurde er Regierungsbaumeister. Von 1896 bis 1903 wirkte er als technischer Kultur-Attach├ę an der deutschen Botschaft in London. Er interessierte sich f├╝r die englische Architektur und f├╝r die Kunsterziehung. Der gro├čz├╝gige, sachliche, englische Landhausstil hatte es ihm besonders angetan. Nach Deutschland Berlin zur├╝ckgekehrt, entwarf Muthesius als Architekt innerhalb der n├Ąchsten zehn Jahre bis 1914 rund 100 Geb├Ąude. Viele von ihnen sind sogenannte Landh├Ąuser, auch sein eigenes Haus, das er 190607 in Berlin-Nikolassee errichten lie├č. Durch die umfangreiche schriftstellerische T├Ątigkeit und der Vortragst├Ątigkeit von Muthesius, vor allem zum strittigen Thema Baukunst, war der Architekt bekannt geworden. So sieht das ehemalige Landhaus von Carl Huffmann heute aus. FOTO: Liersch Dora und Heinrich Dora und Heinrich Liersch Der Bauherr f├╝r das Haus Diesterwegstra├če 2 in Cottbus war der Kaufmann und Teilhaber der Tuchfabrik Grovermann & Hoppe, Carl Huffmann 1862-1936. Die Tuchfabrik Grovermann & Hoppe war 1880 in Cottbus gegr├╝ndet worden. Seit wann Carl Huffmann in ihr mitarbeitete und Teilhaber war, ist nicht genau bekannt, sicher schon 1893. Da besa├č Carl Huffmann bereits das Baumann’sche Haus in der Tumstra├če 11, der sp├Ąteren 12, in dem er auch wohnte. In Cottbus gab es zur damaligen Zeit einige sehr gute Architekturb├╝ros. Wo Carl Huffmann auf den Architekten, der in Berlin lebte, gesto├čen war, wissen wir nicht. Das klare Aussehen der Bauwerke, der Landh├Ąuser von Muthesius sowie die praktische und gleichzeitig gro├čz├╝gige Anlage der R├Ąumlichkeiten gefielen Carl Huffmann. Dazu geh├Ârte nat├╝rlich auch die Gestaltung von Gartenanlage mit Pavillon und Pergola. Viele Originale sind in dem f├╝r Cottbus einzigen Muthesiusbau auch heute noch erhalten. Davon konnten sich die Cottbuser an jenem Tag des offenen Denkmals ├╝berzeugen. Nach dem Tode von Carl Huffmann im Jahre 1936, dessen Grabstein an der inneren westlichen Friedhofsmauer des Nordfriedhofs noch vorhanden ist, haben die beiden ├╝berlebenden S├Âhne, die sich andernorts ihre Lebensexistenz aufgebaut hatten, das Grundst├╝ck verkauft. Neuer Eigent├╝mer und Bewohner der Diesterwegstra├če 2 wurde Wilhelm Handreke, Mitinhaber der Tuchfabrik W. Handreke, Parzellenstra├če 5. Der Name f├╝r das Landhaus in der Diesterwegstra├če 2 hat sich als Huffmann-, oder Muthesiusvilla bis heute erhalten.

Geschichte des GUM: Warum Stalin das ikonische Kaufhaus am Roten Platz zerst├Âren wollte (BILDER) 

Sputnik, Konstantin KokoshkinGlobal Look Press Obwohl es mehrmals f├╝r den Abriss vorgesehen war, steht das riesige Geb├Ąude immer noch am Roten Platz und ist ein ber├╝hmtes Shopping-Mekka in Moskau. Vor 125 Jahren, am 2. Dezember 1893, wurden die Oberen Handelsreihen im Herzen Moskaus mit einer feierlichen Zeremonie eingeweiht. Als sie er├Âffnet wurden, reckten die ersten Kunden die K├Âpfe in die H├Âhe: So gro├čartig war das wie aus Luft gewebte Glasdach der drei Passagen des Kaufhauses. Zu Sowjetzeiten wurde das Kaufhaus in GUM umbenannt, was zu Deutsch das Staatliche Hauptwarenhaus hei├čt. Es wurde zum wichtigsten Konsumtempel in der Sowjetunion.    Das neue Gesch├Ąft revolutionierte den russischen Innenhandel. Die ersten Preisschilder im Land wurden hier eingef├╝hrt, was bedeutete, dass der Tauschhandel nicht infrage kam. Das GUM war der erste Laden in Russland, der den Kunden Beschwerdeb├╝cher zur Verf├╝gung stellte. Zu Stalinzeit wurde das GUM vom Abriss bedroht, weil Stalin den Roten Platz f├╝r Milit├Ąrparaden und feierliche Demonstrationen erweitern wollte. Aus diesem Grund wurde das Minin-und-Poscharski-Denkmal, das sich seit 1818 vor dem zentralen GUM-Eingang am Roten Platz befand, an seinen jetzigen Platz in der N├Ąhe der Basilius-Kathedrale verlegt. Die Zukunft des Kaufhauses wurde auch w├Ąhrend der Regierungszeit von Leonid Breschnew infrage gestellt. Viele konservative Kommunisten fanden die Gesch├Ąfte in der N├Ąhe historischer Wahrzeichen wie dem Kreml und dem Leninmausoleum inakzeptabel und forderten, das Kaufhaus dem Erdboden gleichzumachen. Der Laden wurde angeblich von der Frau eines hochrangigen Beamten gerettet, die dort ein Kleid bestellte, bevor sie ihren Mann aufforderte, das GUM vor Abriss zu retten. Laut anderer Legende wurden die Abrisspl├Ąne f├╝r das Warenhaus nie verwirklicht nur dank pers├Ânlicher Einmischung von Viktoria Breschnewa, Ehefrau des Staatschefs, die Stammkundin der GUM-Gesch├Ąfte war. GUM ist auch f├╝r seinen Brunnen bekannt, der sich im Zentrum des Geb├Ąudes befindet. Er dient auch noch heute als Treffpunkt und wird nie ausgeschaltet. Im Kaufhaus befindet sich ein ungew├Âhnliches Museum, das als „historische Toilette“ bezeichnet wird. Das ist eine exakte Nachbildung eines Klos aus der Zeit des Russischen Reiches. Das GUM ist nicht nur ein Gesch├Ąft, sondern auch ein Modehaus. Seit den 1960er Jahren wird die aktuelle Mode auf seinen Laufstegen gezeigt. Obwohl das GUM 1992 privatisiert wurde, beh├Ąlt es immer noch den Namen „Staatlich“. Das GUM h├Ąlt bis heute zwei gro├če Traditionen: Es verkauft Eis in Waffelt├╝ten, das sich seit der Sowjetzeit gro├čer Beliebtheit erfreut, und er├Âffnet jeden Winter eine Eislaufbahn direkt am Roten Platz. >>> Geheimnisse des GUM: Stalins Tr├Ąnen und Gagarins Chanel-Anz├╝ge Alle Rechte vorbehalten. Vervielf├Ąltigung ausschlie├člich unter Angabe der Quelle und aktiven Hyperlinks auf das Ausgangsmaterial gestattet.

MAZ-Adventskalender: Das T├╝rchen f├╝r den 3. Dezember - Die Geschichte der Siechenhauskapelle in Neuruppin 

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